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Beginn einer neuen Aera 2000 - 2007

Beginn einer neuen Aera

Schon in den vorausgegangenen Jahren war abzusehen gewesen, dass sich der Konzertverein auf eine sich verändernde Musiklandschaft in der Stadt einstellen musste. Ingolstadt hatte inzwischen im Georgischen Kammerorchester ein ansässiges Berufsorchester hohen Ranges erhalten, die Orgeltage, die sonntäglichen Matineen in der Kirche Maria de Victoria, die Audi-Konzerte setzten wichtige Akzente. Der Zuspruch von Konzertbesuchern hat sich inzwischen auf unterschiedlichste Angebote verteilt. In dieser Situation hatte sich der Konzertverein seines Selbstverständnisses auf Neue zu vergewissern. Es spricht für die bei der Gründung des Konzertvereins ins Auge gefasste und nahezu ein Jahrhundert lang kontinuierlich festgehaltene Konzeption, dass der Konzertverein eine unverzichtbare Säule der Kultur in dieser Stadt geblieben ist. Im Sommer 2000 hatte Reinald Atzerodt die Leitung an seine Tochter Eva Maria Atzerodt als l. Vorsitzende übergeben, der Gabi Klaschka und Uta Schäff als Stellvertreterinnen zur Seite stehen. Dass Reinald Atzerodt mit Frau sich der Mithilfe nicht entzog, war vorauszusetzen.

Fortführung einer großen Tradition

Die Konzertsaison 2001/02 mochte man noch als ein Jahr des Übergangs sehen. Es gab wiederum Konzerte namhafter Orchester: das Württember- gische Kammerorchester Heilbronn mit Margarita Höhenrieder (Klavier) und Guy Touvron (Trompete) mit einer Uraufführung eines Konzerts für Klavier, Trompete und Streichorchester des schon fast legendären Harald Genzmer, eines Auftragswerks M. Höhenrieders (15. Okt. 2001), das WDR Rundfunkorchester Köln, erstmals in Ingolstadt auch mit Musik aus Filmklassikern (24. Okt.2001), das Münchener und Stuttgarter Kammerorchester (27. Nov. und 3. Dez. 2001). Kammermusik war mit dem Linus Ensemble (11. März 2002) und einem kostbaren Abend mit Maria Graf (Harfe), Irena Grafenauer (Flöte), Ana Chumachenko (Violine), Gerard Causse (Viola) und Gustav Rivinius (Cello) (20. März 2002). Die Tradition der Klavierkonzerte setzten Elfrun Gabriel (5. Okt. 2001) und Vardan Mamikonian (19. April 2002), die Gitarrenkonzerte der Brüder Sergio und Odair Assad mit dem Geiger F. Suarez Paz (22. Febr. 2002) fort.

Für Gesang standen die Liederabende von Christoph Pregardien (Tenor) und Andreas Staier (Klavier) (5. Nov. 2001) und Thomas Bauer (Berau) (26. Jan. 2002) und die King's Singers (23. April 2002).

Noch deutlicher wurden die Konturen der neuen Ära in den Programmen der folgenden Jahre. Unüberseh- bar ist, dass sich der Konzertverein auch unter seiner neuen Leitung der Fortführung einer großen Tradition verpflichtet weiß, wenn auch mit einer bewussten Akzentuierung. Das Fest- und Jubiläums- konzert des Berliner Sinfonieorchesters mit dem in Ingolstadt schon wiederholt gehörten „Heldenleben" des Ingolstadt als Komponist nicht zuletzt durch den Ingolstadt-Abschnitt in seiner unvollendeten Tondichtung „Die Donau" verbundenen Richard Strauß am 5.Nov. 2002 trug fast schon dokumentarischen Charakter, auch der Solist Dmitry Sitkovetsky in Tschaikowskys Violinkonzert D-Dur op. 35 stand in der Reihe von Konzerten berühmter Geiger im Konzertverein seit dessen Beginn.